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2019 Namibia/SA

last Update:      Januar '21

Clax on Tour
Clax on Tour

2019 - Krüger Mädels Tour - Safari unlimited

 

Eigentlich stand während unser letzten Tour bereits fest – das machen wir nochmal !!!

 

Gleiche Zeit, andere Ecke… und da wir uns bei unserer ersten gemeinsamen Tour 2018, mehr im Norden rumgetrieben haben, sollte es 2019 wieder in den Süden gehen, wo wir beide, unabhängig voneinander, im März/Apr. 2017 zuletzt waren.

 

Anders als bei der ‘18er Tour wollten wir diesmal die komplette Zeit im Krüger als Selbstfahrer und Selbstversorger unterwegs sein und so wurden folgende Camps bei Sanparks für September 2019 gebucht:

 

3 Nächte             Berg en Dal (Nr. 67)

2 Nächte             Skukuza (1. Reihe – Nr. 89)

2 Nächte             Talamati Bushveld Camp (Chalet 6)

3 Nächte             Lower Sabie (Nr. 8)

 

Auto und Flüge für die Zeit waren schnell gebucht und so sind wir am 30.8.2019 von Köln über München nach Johannesburg und dann weiter nach Nelspruit (Kruger Mpumalanga International Airport) geflogen, wo wir unseren Wagen, einen knallblauen Nissan Xtrail, übernommen haben…

 

… und das nächste Mädels-Abenteuer im Krüger konnte beginnen 

 

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um dem ein oder anderen Interessierten zu zeigen, wo wir uns rumgetrieben haben, habe ich auf der links angezeigten Extra-Seite ein paar Karten vom Krüger NP eingescannt. Dort könnt Ihr wunderbar sehen, auf welchen Strecken wir unser Unwesen getrieben haben...

 

oder Ihr verwendet einfach den Button hier rechts: →

30./31. Aug. ’19 – das Abenteuer beginnt schon in Köln

 

Sonnenaufgang über Afrika

…denn vollgepackt wie wir sind (besonders ich, mit dem Kamera Geraffel) haben wir schon ein bisschen Bammel, vor dem Check in. Dass soll dann aber unser kleinstes Problem sein, denn als die Dame am Check-in Schalter uns freudig verkündet, dass sie uns auf eine frühere Maschine nach München umgebucht hat, wird’s hektisch. Wir müssen nicht nur die Beine in die Hand nehmen, nein wir ‘dürfen‘ uns auch fleißig bei der Sicherheitskontrolle dafür entschuldigen, dass wir vorgelassen werden müssen, um unsere Maschine zu bekommen.

 

So schlittern wir gerade noch so pünktlich zum Gate, wo die Maschine bereits wartet, um uns nach München zu bringen. Dank des früheren Fluges haben wir nun massig Zeit bis zum Weiterflug haben. Aber hey, die Zeit bekommen wir locker rum, genau wie den anschließenden Flug nach Johannesburg, der ohne besondere Vorkommnisse vergeht. In Johannesburg läuft auch alles wie geplant, so dass wir keinen höheren Puls für den Anschlussflug brauchen. In Nelspruit angekommen, übernehmen wir unseren ‘blauen Klaus‘, so nennen wir unser Knallblaues Fahrzeug für die nächsten Tage. Wir überlegen erst noch, die fehlende Laderaumabdeckung zu reklamieren, lassen es aber und nehmen stattdessen einfach den Teppich vom Boden des Gepäckabteils 

 

Und so stürzen wir uns, an einem Samstag Mittag in den Linksverkehr auf südafrikanischem Boden...

Einen kleinen Zwischenstopp legen wir noch im Supermarkt in Malelane ein, wo wir uns für die nächsten Tage eindecken. Aber lange halten wir uns nicht auf, denn: der Krüger ruft!

 

Als wir gegen 14.00h am Malelane Gate stehen, geht alles ziemlich zügig und so machen wir noch schnell die Ausrüstung klar und fahren dann Richtung Berg en Dal, unserer Unterkunft für die nächsten 3 Nächte. Auf dem Weg dorthin bereis die ersten Sichtungen. Gleich mit dabei: meine Freunde, die Baboons und auch schon die ersten Elis - sooo schön.

Nach dem Check-in geht's kurz in den Shop und so sitzen wir wenig später, mit unserem ersten Magnum-Minz Eis dieser Tour, am Dam und genießen die Aussicht. Anschließend richten wir uns in unserem Bungalow ein wenig ein, schnabulieren das erste Savanna und das superleckere Biltong aus dem Superspar von Malelane.

 

Gegen 16.30h fahren wir aber noch mal ne kleine Runde über den Matjulu Loop. Klein genug, um ein paar Besucher dabei zu erwischen, wie sie bei einer Nashorn Sichtung weit draußen im Fenster des Wagens sitzen. Ich kann mir nicht verkneifen, sie lauthals zu fragen, ob noch alles klar ist und dass ich mir ihr Kennzeichen notiert habe…

 

Insgesamt sehen wir 8 Rhinos; diese aber leider tief im Busch und das Licht lässt uns auch ziemlich im Stich, so dass die Fotoausbeute für diese Runde eher mäßig ausfällt... aber wir wollen ja nicht übertreiben.

Als wir, später am Abend, im Restaurant von BeD sitzen und die 3er Kombo aus dem Wagen von vorhin um die Ecke kommt, würden sie am liebsten im Erdboden versinken – ich hoffe, die Ansage hat was gebracht.

Unsere Ansage, nach einem durchschnittlichen Essen bei Tindlovu, ist die Waagerechte, denn so langsam fallen uns echt die Augen zu. Für nen letzten Schlummertrunk reicht es aber noch und dabei kommen wir auch noch in den Genuss eines nächtlichen Besuchers - ein Genet schleicht vorbei. Für ein Foto davon sind wir nicht vorbereitet, aber was soll's - wir sind happy.

Jetzt müssen wir uns nur noch was für die Tür einfallen lassen, denn die schließt nicht wirklich und wir wollen die Nacht ja nicht unter die Räder kommen - gesagt, getan und so gehts dann ins Bett...

 

P.S. im Unterbewußtsein hat mich das Thema Tür wohl doch etwas mehr beschäftigt, denn Mitten in der Nacht werde ich wach... weil ich glaube, die Tür steht offen - tut sie natürlich nicht. Nachdem ich mich orientiert habe und der Puls wieder runter ist, schlaf ich aber schnell wieder ein 

 

1. Sept. ’19 – Erster Tag, 1. Leo… nein, es waren zwei

 

Zeitig sind wir auf den Beinen… oookaaay, das muss noch besser werden, aber am ersten Morgen muss sich auch erst mal alles einfinden. Genau wie bei den Tieren, die wohl noch nicht mitbekommen haben, dass wir jetzt hier sind und dass sie dann bitteschön auch parat stehen sollen, wenn wir kommen. Tun sie aber nicht und so cruisen wir ne ganze Zeitlang durch die Gegend, ohne dass wir was sehen, bzw. fotografieren. Es ist bereits gegen 8.00h, als wir unter einem Leberwurstbaum was merkwürdiges entdecken…

Ein Impala – tot! mit verdrehtem Hals. Aaaaahhaaaa! Das sieht sehr nach Katze aus… und niemand in der Nähe.

Mit Niemand mein ich dann aber sowohl andere Besucher, als auch Täter (Katze). Und so platzieren wir uns und warten… warten und warten.

 

Nach ner guten Stunde verlassen uns die Nerven und wir fahren weiter – können ja später nochmal gucken, gell. Und so cruisen wir durch die Gegend, bis wir gegen 11.30h eine Pause in Afsaal einlegen. Wer jetzt glaubt, wir hätten bis dahin noch nichts gesehen, der irrt, denn im Krüger gibt es niemals nichts zu sehen. Das gilt auch für den Picknickplatz in Afsaal, denn, wie wir wenig später feststellen, haben die Eli-Warnschilder schon ihre Berechtigung. Da zieht mal eben ein ganzer Trupp an den Picknickbänken vorbei… Zaun? Fehlanzeige…

 

 

Wir ziehen dann auch mal weiter, denn wir wollen ja unbedingt nochmal zu dem ‘Katzenbaum‘ an der S119. Und siehe da… unser 1. Leo (nein, es ist eine sie) Allein sind wir hier jetzt nicht und die Menge an Fahrzeugen lässt uns auch nicht lange ausharren, kommen wir wohl später nochmal wieder. Für lange Gesichter ist aber keine Zeit, denn wenig später, auf der S118: Taaadaaaa – der nächste Leo (diesmal ein er). Thront schön hoch auf einem Felsen, ewig weit weg, aber egal, wir sind happy und erst als er seinen Posten verlässt, fahren wir weiter. Wir drehen noch mal ne Runde, decken uns in Afsaal mit nem Cappucino ein und starten den letzten Versuch 'Leo'. Es ist weit nach 16.00h, als wir die kleine Leodame an der S119 nochmal besuchen. Sie ist tatsächlich immer noch da und es ist immer noch voll, aber wir können einen super Platz in der 1. Reihe abgreifen, da viele der Fahrzeuge so langsam aufbrechen. Als auch wir irgendwann aufbrechen, um nach BeD zurückzufahren, können wir unser Glück kaum fassen. Zwei Leos an unserem ersten Tag, das ist ja nicht zu toppen; das wird kein zweites Mal passieren.

Zurück im Camp, besorgen wir uns Kohle im Shop und werfen zum 1. Mal den Grill an, genießen den GT und sind immer noch überwältigt von unseren Sichtungen heute. Eine letzte Sichtung haben wir noch, denn gegen 22.00h kommt tatsächlich wieder ein Genet vorbei, ob's der von gestern ist, können wir nicht sagen, dass wir wieder keine Bilder gemacht haben, ist selbstredend, dennoch können wir unser Glück kaum fassen 

 

die Bilderflut sei mir verziehen - das war aber auch ein Supermodel  

2. Sept. ‚’19 – wir fangen doch aber nicht mit nem Leo an, oder 

 

was für eine coole Socke

Ich muss Euch enttäuschen… wir tun es!

Gefühlt ist es noch dunkel, als wir um 6.00h durch das Gate von BeD fahren. Noch im Büchsenlicht sehen wir allerhand Tiere, aber für gute Fotos ist es einfach noch zu dunkel. Wir nehmen den Matjulu Loop und erklimmen (fahren natürlich) den Steilberg. Gerade als wir über die Kuppe kommen, kommt die Morgensonne prall von vorne und ich denke noch:

“booaaah, sieht aus, wie'n Puma“

(wie bescheuert ist das denn) 

 

als wir beide realisieren: ein Leeeeeeoooooo  

Was für’n Bursche. Und sooo coool – er würdigt uns kaum eines Blickes und auch als wir wenden und ihm ein Stück hinterherfahren, interessiert ihn das überhaupt nicht. Es dauert keine 5 Minuten, dann ist der Spuk vorbei und er ist nicht mehr zu sehen… also fahren wir weiter.

Bevor wir Richtung Biyamiti Weir fahren, wollen wir nochmal nach dem Leo Mädchen von gestern schauen, aber die Sichtung hat sich wohl rumgesprochen, denn dort ist die Hölle los und von der Kleenen nicht wirklich was zu sehen. Es dauert ne Weile, bis wir uns aus dem Blechgetümmel rausgewurschtelt haben und wieder Fahrt aufnehmen können. Jetzt geht’s auf der H2-2 Richtung Pretoriuskop, wo wir das erste Mal Löwen sehen  leider sehr im Busch versteckt, so dass es nur für Beweisfotos reicht, bevor wir weiterfahren. Nach nem kleinen Lunch Stopp in Pretoriuskop fahren wir über die H1-1 zurück gen Osten. Natürlich nicht, ohne einen Abstecher am Shitlhave und am Transport Dam einzulegen. Die Zeit vergeht wie im Flug, allerdings wählen wir für den Rückweg auch die Nebenstrecke S114, was ein bisschen mehr Zeit in Anspruch nimmt, sich aber sehr lohnt.

Leo im letzten Licht

Es dämmert bereits, als wir die S110 Richtung Berg en Dal einschlagen, aber es ist noch massig Zeit, bis das Gate um 18.00h schließt. Wirklich? Denn, was soll ich sagen  wir beenden den Tag, wie wir ihn begonnen haben – mit einem Leo! Ooookayy, das Licht hätte jetzt noch besser sein können, aber egal.

 

Noch pünktlich schlittern wir durchs Gate und können kaum glauben, dass wir heute wieder so ein Sichtungsglück hatten. Schnell wird der Tag noch abgeduscht, bevor wir zum gemütlichen Teil übergehen. Gab es gestern noch Gegrilltes mit Salat, so gibt es heute Pfannengemüse mit dem übrig gebliebenen Buffalo-Fillet von gestern – mjam mjam. Begleitet wird das ganze von der kleinen Nachtmusik... ein Fiery-necked Nightjar lässt uns an seinem Gesang teilhaben. Ob's einem gefällt oder nicht.

Ach ja, und wieder waren wir nicht parat, als uns heute Abend ein Buschbock besucht hat, also gibt’s auch hiervon keine Bilder.

... Dafür aber vom Rest des Tages 

 

3. Sept. ’19 – Badespaß und… na klar, ein Leo

 

in der Morgendämmerung fast übersehen

Heute heißt es Abschied nehmen von Berg en Dal… alles zusammen-packen und bloß nichts vergessen, das heißt auch, bei der Ausfahrt den Schlüssel in die Key-Box zu werfen

Es ist kurz nach 6.00h und noch ziemlich dämmrig, als ich auf meiner Seite eine Bewegung wahrnehme. Da sitzt doch tat-sächlich ne Löwin und trinkt aus einer Pfütze! Das Rudel ist zwar auch in der Nähe, aber nicht wirklich zu sehen und so fahren wir weiter.

 

Wir fahren die H3 Richtung Norden, sehen aber nicht wirklich was. Das ändert sich auch nicht, als wir eine halbe Stunde später am Renosterpan Wasserloch ankommen. Wir glasen die Gegend ab und Nane meint noch, einen dicken Stein an der Wasserstelle zu sehen, als dieser sich wenig später bewegt und sich als Hyäne entpuppt. Und das Beste! Sie bleibt nicht allein. Insgesamt 7 Hyänen bespaßen uns nun die nächste Stunde. Es endet schließlich damit, dass eine der Hyänen hinten auf der Stoßstange steht, an dem Scheibenwischer rumzubbelt und sogar die Kunst-stoffkappe der Anhängerkupplung anbeißt  echtes Entertainment.

 

 

Den Rest des Vormittages cruisen wir so durch die Gegend (hauptsächlich die Nebenstrecken), bis wir gegen 14.00h in Skukuza für die beiden nächsten Nächte einchecken. Wir können tatsächlich auf das Disabled Unit (Nr.89) tauschen, hier war ich bereits 2017 mit Susi, ein Vorteil, wenn man die Nummern der Bungalows kennt. Nach ner Lunchpause erkunden wir ein bisschen das Camp und zockeln aber, nachdem wir uns eingerichtet haben, nochmal los. 

 

 

Am Lake Panik waren wir bereits vor dem Mittag, so dass wir diesen jetzt rechts liegen lassen. Wir wollen ein bisschen die Sabie River Road rauf und runter fahren, denn schließlich hatten wir heute noch keinen Leo  wir kommen auch nicht weit, als Nane ruft “Stoooppp, ein Leo“ echt jetzt? Ja echt! Auch wenn er relativ zügig im Flussbett verschwindet, sind wir mal wieder happy. Das wird diesmal scheinbar echt ne ‘Leo-Tour‘ 

Zurück in Skukuza passiert nicht viel, denn zum Essen brauchen wir nichts vorbereiten – es geht zum ‘Cattle Baron‘. Wir können schön draußen sitzen, unser Chateaubriant genießen und uns zum Nachtisch einen Malva Pudding teilen. 

 

4. Sept. ’19 – ohne Katzen geht es nicht 

 

es begrüßt uns: Juveniler Bateleu

Pünktlich am Morgen verlassen wir Skukuza. Ein paar Autos sind bereits vor uns und so heißt die erste Challenge: rechts oder links… hinterher, oder ne ganz andere Richtung einschlagen? Schwere Entscheidung so früh am Morgen, muss aber getroffen werden.

So stehen wir irgendwann, nachdem wir ein paar der üblichen Verdächtigen bereits beobachtet haben, zwischen ein paar Autos an der H1-2 und beobachten eine Löwen Familie an einem Büffel-Riss. Ja Mensch, ein bisschen näher an der Straße, wäre echt schön gewesen. So ist der Blick durch das hohe, trockene Gras etwas suboptimal. So richtig gute Bilder wollen nicht gelingen und rangieren ist derzeit auch nicht möglich, also geben wir nach ner guten halben Stunde auf und fahren weiter.

 

 

Was für ein Glück, denn wenig später sehen wir ne Leo Mama mit Kleinem! Hammer, noch keine 8.00h und schon können wir nen Haken an die Big Five machen (okaay, der Büffel war jetzt tot, aber für uns zählt der)

Schade nur, dass Mama Leo mit dem Lütten so weit weg ist, aber dennoch lässt sich ihr Treiben gut beobachten. Erst als beide hinter den Felsen verschwinden, machen wir uns auch wieder auf den Weg 

 

 

Nächstes Ziel: Orpen Dam. Von hier hat man eine superschöne Aussicht, die genießen wir auch erstmal ausgiebig, bevor wir weiterfahren. Vorbei am Mazithi Dam, wo wir nochmal Löwen und eine riesige Büffelherde sehen, biegen wir auf die S33/S34 ab, ein bisschen ab vom Schuss kann nicht schaden und hier ist auch kein Mensch unterwegs.

Als sich gegen Mittag das kleine Hüngerchen meldet, machen wir Rast in Tshokwane. Ich mag diese Picknick Site sehr, bietet sie doch alles, was das Herz begehrt. Nach nem leckeren Snack (Kudu-Pie u. Bobotie-Jaffles) machen wir uns dann aber auch wieder auf den Weg.

Über die S35/S37 fahren wir nen großen Bogen 'hintenrum', bis wir wieder auf die H1-3 kommen. Erneut passieren wir die riesige Büffelherde, machen Video-Sequenzen davon und zockeln dann so langsam gen Süden. 

Wir müssen ja wieder zurück bis Skukuza und wer weiß, was noch kommt…

 

Anhand der gemachten (besser gesagt, nicht gemachten) Fotos vom Rest des Tages, würde ich aber sagen, wir haben unser Pulver bereits am Vormittag verschossen 

 

 

Daher sind wir auch pünktlich zurück und schaffen nochmal nen schnellen Zug durch den großen Shop in Skukuza (nicht, dass wir nicht gestern hier schon geshoppt hätten) aber mal ein Blick in die Fleischtruhe kann nicht schaden. Blöd nur, dass gerade jetzt der Strom ausfällt und wir im Dunkeln stehen. Wer jetzt aber glaubt, es würde sich Hektik ausbreiten… Fehlanzeige! Gut nur, dass die meisten Handys Taschenlampen haben, so können wir auch im Dunkeln weiter shoppen, bis irgendwand der Strom wieder da ist - TIA 

Da uns das Chateaubriand im ‘Cattle Baron‘ gestern so überzeugt hat und wir irgendwie lazy sind, geht’s heute Abend nochmal dorthin. Meine heutige Wahl (Surf ‘n Turf) überzeugt mich allerdings nicht so sehr und auch Nane ist mit ihrem Sirloin Nevada nur mäßig zufrieden, aber – so what.

5. Sept. ’19 – eine Schublade öffnet sich, den Leo verpassen wir

 

Heute verlassen wir nach zwei Nächten Skukuza. Es war wieder toll hier, denn auch wenn dies ein ziemlich über-laufenes Camp ist (gerade am Tag) so kehrt am Abend doch Ruhe ein und der Blick auf die alte Eisenbahnbrücke im Sonnenuntergang… Outstanding 

 

Über die Low Level Bridge verlassen wir die Gegend und fahren gen Norden. Ein Löwenpaar pennt noch im Riverbed und eine einzelne Hyäne spielt mit einem Zebrabein. Wir kommen an dem Büffelriss von gestern vorbei, allerdings ist von Familie Löw nichts mehr zu sehen. Stattdessen zanken sich jetzt Geier und Hyänen um die Reste… soll'n sie tun, wir fahren weiter. Wir machen einen Abstecher auf die S36 bis zum ‘Jones‘ se Dam‘, fahren aber mangels Masse wieder zurück auf die H1-2, bzw. H1-3. In Tschokwane gibt’s nen kurzen Boxenstopp, bevor wir, vorbei am Mazithi Dam, den kleinen S86 Loop nehmen. Nicht nur, dass es am Abzweiger Baboons hat (diesmal wirklich ganz nett), wir sehen auch ganz viele Impalas und Buschböcke, die sich über die Blüten der Leberwurstbäume hermache. Das ist zu niedlich. 

 

 

Hinter dem Kumana Damm biegen wir dann auf die S125/S36 ab. Ein Abstecher, der sich im Nachhinein als beste Sichtung des Tages (wenn nicht sogar der Tour) erweist, denn als wir am Shimangwaneni Dam anhalten ist nichts los. Wir glasen mal wieder die Gegend ab, sehen aber lediglich ein paar Geier und einen Fish-Eagle am Ufer stehen…

Als plötzlich: SICH EINE SCHUBLADE ÖFFNET !

Was sich nun in den nächsten 2 Stunden hier abspielt, wird sich nicht wiederholen und kann fast nicht beschrieben werden. Gefühlt jede Tierart des Krüger kommt nacheinander, oder zur gleichen Zeit zum Dam. Die Speicherkarten fangen an zu glühen und an jeder Ecke gibt es was zu sehen. Sei es die Pumbas, in der Mocke, oder das grumpy Hippo, dass versucht, die ‘Eindringlinge‘ zu verscheuchen. Riesige Büffelherden, Kudus, Zebras sowieso – ein Traum !

 

sorry für die nun folgende Bilderflut 

 

Und so kommt es, dass wir auch erst eine sehr späte Mittagspause in Satara einlegen und nach einem Spinat-Sandwich wieder gestärkt losfahren. Unser Übernachtungsziel für die nächsten beiden Nächte ist das Talamati Bushveld Camp. Ein bisschen ab vom Schuss aber sehr schön gelegen. Weniger schön empfinden wir die gewählte Strecke dorthin, denn die S126 (Sweni Road) ist in keinem guten Zustand. So brauchen wir auch knapp 2 Stunden für die gut 50km Anfahrt. Belohnt werden wir noch kurz vor dem Camp mit einer Geparden Sichtung. Leider sitzt der Bursche in sehr hohem Gras und Licht ist auch nicht mehr so wirklich vorhanden. Egal – gesehen.

Noch während des Check-ins bekommen wir eine Geschichte erzählt, die kaum zu glauben ist. Hat sich gestern Nacht wohl ein Buschbock vor nem Leo retten wollen und ist über den ‘Electric-Fence‘ ins Camp gesprungen. Der Leo völlig unbeeindruckt hinterher und hat den armen Bock dann direkt am ersten Chalet gestellt und… ihr könnt‘s Euch denken 

Der Leo konnte aus dem Camp vertrieben werden, allerdings war erst durchatmen angesagt, als der verständigte Ranger aus Orpen heute Morgen kam und den toten Bock aus dem Camp entfernt hat. Denn einfach den toten Bock über den Zaun werfen, ist keine gute Idee, zumal sich derzeit auch noch ein uralter, völlig geschwächter Löwe in der Gegend aufhält, der versucht hat, von der Situation zu partizipieren. Wir sehen ihn, sind uns aber beide einig: der macht nicht mehr lange, kein schöner Anblick 

Nachdem wir die Geschichte und den Anblick des alten Löwen ein wenig verdaut haben, machen wir es uns in unserem Chalet gemütlich. Eine Riesenbude mit zwei Schlafzimmern… nicht dass wir das brauchen, aber zum Buchungstermin war nur dieses Chalet zu haben und so haben wir nicht lange gezögert und es nicht bereut.

Nachdem wir uns die letzten beiden Abende haben bekochen lassen, wird heute mal wieder selber gekocht. Es gibt Nudeln mit Kudu-Bolognese und Salat, dazu nen leckeren Weißen (den GT gab’s vorher schon)

Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende und wir versprechen uns gegenseitig: wenn der Leo kommt, wird der andere geweckt  denn auch wenn wir heute zum ersten Mal keinen gesehen haben, so haben wir durch diese Geschichte schon das Gefühl, wir waren ganz nah dran.

 

6. Sept. ’19 – das Wetter meint es heute nicht so gut mit uns

 

selbst die Baboons finden das Wetter doof

Natürlich kam der Leo nicht und auch die Sonne wird sich heute nicht blicken lassen. Es ist diesig/fieselig, als wir pünktlich am Gate stehen, uns nochmal mit den Nachbarn austauschen und dann das Camp verlassen.

Wir nehmen die kürzeste Strecke zur Teerpad nach Satara, um dann auf die S100 gen Osten abzubiegen. Und tatsächlich, die vielbesagte ‘Löwenstrecke‘, heute wird sie ihrem Namen gerecht. Allerdings könnten wir schreien!

 

 

3 Löwinnen, 8 Cubs… im hohen Gras, on the move und so weit weg, hey, da macht der Nieselregen den Braten jetzt auch nicht mehr fett. 

 

 

Wir fahren hoch zum Nwanetsi Lookout (die Stelle, wo mir im letzten Jahr fast die Mamba über die Füße ‘gelaufen‘ wäre) und machen noch einen Abstecher zum Sweni Bird Hide, bevor wir die gleiche Strecke zurückfahren. Den Tieren scheint der Regen so gar nichts auszumachen, im Gegenteil. Ein paar Gnus toben regelrecht im Regen... 

Von den Löwen aber keine Spur mehr 

 

 

Wir fahren die H1-4 hoch und wollen eine neue Strecke erkunden, kommen aber gar nicht erst soweit, denn am Straßenrand ist eine Gruppe Hyänen mit den Überbleibseln eines Zebra-Kill zugange. Gerade als wir weiterwollen, kommen zwei stattliche Löwenmänner von der anderen Seite der Straße. Sichtlich angepisst, stellen sie jetzt den Hyänen nach. Wir hoffen nur, dass die jüngeren Hyänen schadlos davonkommen, aber die Hyänen sind ja clever.

Der Regen ist uns dabei gerade mal egal, aber ich übertreibe nicht, wenn ich sage: es schüttet

 

und wieder sag ich: sorry für die Bilderflut 

 

Nachdem sich die Situation klärt und niemand zu Schaden gekommen ist (das Zebra lassen wir jetzt mal außen vor), fahren wir zurück nach Satara, trocknen uns ein wenig und teilen uns bei Tindlovu ne Pizza – hmmm, lekker mit viel Feta.

Wir machen nen Plan für den restlichen Tag, aber bei dem Wetter ist die Laune ein bisschen unten. Grillen werden wir wohl heute Abend auch nicht können, also muss Plan B her. Wir hauen alles in den Topf, lecker mit Feta und so… und so, denn Feta ist im Shop heute nicht zu bekommen. Wie blöd, aber Halt! da frag ich doch mal bei Tindlovu, die verkaufen mir bestimmt was von ihrem Feta - tun sie  und so ist der Abend gerettet.

Wir zockeln zurück und sind zeitig im Camp, kochen lecker und hoffen darauf, dass das Wetter morgen wieder besser ist. Schade, denn die Sichtungen heute waren echt klasse.

7. Sept. ’19 – Heute aber ruhig mal wieder nen Leo, gell

 

hier gibt's bereits Frühstück

Der Tag fängt mit nem klassischen Diebstahl an (meine kleinen Monkey Freunde wieder). Es ist noch dunkel, als wir unser Geraffel zusammenpacken. Bei Nane hat der Wecker nicht geklingelt, so läuft es zunächst ein wenig unrund, bis wir den Wagen packen. Gerade als ich die letzte Tasche reinhieve bemerke ich im Augenwinkel eine Bewegung; dreh mich nach links und seh‘ den Übeltäter…

Nicht ganz, denn er war nur für die Ablenkung zuständig. Sein Kumpel hingegen kommt von rechts, hüpft in den Wagen, schnappt sich die Chips und ist wieder weg (ich glaub, so schnell ist noch nicht mal der Auslöser meiner Kamera) ich ärgere mich maßlos, denn ich mag es überhaupt nicht, von den kleinen Vervet Monkeys ausgetricks zu werden.

Wir verlassen Talamati. Gleich hinterm Eingang liegt ein totes Impala – sieht sehr nach Geparden Kill aus. Leider ist von diesem nichts zu sehen. Stattdessen sehen wir einen Schakal wegrennen und ein Geier, der sich über den Kill hermacht. Da kaum ne Chance besteht, dass der Gepard zurückkommt, fahren wir los. Über die S36/S126 zurück zur Teerpad gen Süden. Wir schlagen nochmal den Loop der S86 ein, diesmal aber ohne Impalas, dafür sehen wir wenig später ne ganze Horde Baboons auf der H1-3. Wieder zu niedlich anzusehen, wenn die Kleinen miteinander toben. Leider werden wir von einem Südafrikaner weggehupt, der nicht verstehen kann, dass wir wg. der Affen die Straße blockieren – ohne Worte. 

 

 

Wir sehen die Interaktion zwischen ein paar Geiern und einer Hyäne, die die Reste eines Büffel Kills noch nicht freigeben möchte. Da aber nicht wirklich was passiert, fahren wir weiter.

Aber nicht weit, denn… taaadaaaa ein Leo und was für'n Hübscher, schade nur, dass er so zügig unterwegs ist, dass er wenig später im hohen Gras verschwindet. Wir lassen ihn ziehen und fahren weiter bis zum Picknickplatz Tshokwane, dort decken wir uns mit ein paar Köstlichkeiten ein, die wir später an einer schönen Stelle genießen werden. Blöd nur, dass der Wagen bei der Weiterfahrt so dermaßen nach den leckeren Bobotie Jaffles riecht und uns das Wasser im Mund zusammenläuft, dass wir fast ohne Umwege den nächsten Picknick Spot anfahren  

Orpen Dam bekommt den Zuschlag und so gibt’s eine frühe Lunch Pause.

 

 

Von hier aus fahren wir die H10 gen Süden und steuern zunächst die Nkumbe View Site mit der tollen Aussicht an. Unser Plan, den nächsten kulinarischen Stopp am Mlondozi Dam einzulegen, verkneifen wir uns, denn hier sind so dermaßen viele, freche Vervet Monkeys, dass wir die Melktart lieber im Wagen lassen. Im Mlondozi Dam selber ist gar kein Wasser mehr und wie wir später erfahren, steht die gesamte Picknick Site auch vor dem Aus – Schade, denn es ist wirklich schön hier.

 

 

Da es so langsam Zeit wird, fahren wir nach Lower Sabie, checken ein, sehen uns ein wenig um und besorgen noch ein paar Kleinigkeiten für heute Abend. Die Melktart verdrücken wir mit nem Savanna-Light, denn natürlich fahren wir noch mal raus und bereuen es nicht, denn wir haben tatsächlich noch eine Wildhund Sichtung.

 

 

Gegen 17.30h sind wir zurück im Camp und da das Wetter heute wieder prima ist, werfen wir auch später den Grill an. Es gibt Kudu Steaks mit nem leckeren Couscous/Rote Bete/Feta Salat. Gin Tonic? Selbstredend! Für die nächsten drei Nächte haben wir einen schönen Bungalow in der ersten Reihe. Kleiner Wehrmutstropfen: der Anbau/Küchenbereich müffelt schon ziemlich nach Fledermaus, aber da der komplett vom Schlafbereich getrennt ist, kann man es aushalten.

Habt Ihr mitgezählt? Das war heute unser Leo Nr. 8 – guter Schnitt, wie ich finde  

8. Sept. ’19 – bunt gemischtes um Lower Sabie herum

 

ein Brown-hooded Kingfisher

Pünktlich geht’s raus und der Weg führt uns zunächst gen Norden. Über die H4-1 Richtung Skukuza, nehmen wir die Satara Brücke und fahren anschließend auf der S30 zurück. So richtig viel los ist nicht; die Hippos dösen alle noch friedlich vor sich hin und auch am Sunset Dam ist nicht viel los. Nach nem kurzen Boxenstopp in Lower Sabie, bei dem wir uns die alten und neuen Zelte ansehen und uns mit ner Kleinigkeit zum Lunchen eindecken, fahren wir Richtung Croc Bridge weiter.

 

 

Auf der H4-2 geht's gen Süden und noch bevor wir den Abzweig zur Nebenstrecke S28 erreichen, sehen wir zwei Löwen faul im Flussbett liegen. Da die beiden aber keine Anstalten machen, sich in der nächsten Zeit zu bewegen, geht’s weiter zum Ntandanyathi Hide. Als ich dort aus dem Auto steige, steht in unmittelbarer Nähe ein Zebra... was das wohl denkt. Am Hide selber ist nicht viel los, so dass wir zu dem Outlook an der Croc Bridge weiterfahren, um dort unseren Snack zu essen und ein wenig die Gegend zu scannen.

Bei unserem anschließenden Stopp im Crocodile Bridge Camp tanken wir und gönnen uns zur Abwechslung mal ein Magnum-Minz Eis (hahaha was anderes kommt eh nicht in Frage), bevor wir uns auch hier das Camp genauer ansehen.

 

 

Im weitern Verlauf des Nachmittages nehmen wir uns die Strecken westlich der H4-2 vor. Zuerst zum Hippo Pools Outlook und dann kreuz und quer, ein Stück parallel an der Old Selati Railroad vorbei, bis zum Mpondo Dam. Da hier aber nichts los ist, fahren wir weiter und dann kommt, was kommen muss  ein energisches “Halt!“ von Nane und siehe da (ich trau es mich gar nicht zu schreiben) Leo Nummer 9, diesmal ein Mädchen. Ein bisschen glaube ich ja, dass wir die Dame bei ihrem Schönheitsschlaf gestört haben – sie guckt ein wenig grumpy. Wenig später erhebt sie sich dann und nach nem ausgiebigen Strecker verschwindet sie im Unterholz und so fahren auch wir weiter. 

 

 

So langsam schrauben wir uns zurück Richtung Lower Sabie, nehmen nochmal die Nebenstrecke und sind wieder recht zeitig im Camp. Heute war ja eher ein ruhiger Tag, dennoch sind wir uns einig – es war super!

Wir werfen erneut den Grill an und es ist müßig zu erwähnen, dass über Tag die Baboons an der Kohle und am Grillanzünder dran waren (buuääh, selber schuld)

Nane freut sich auf ein Rumpsteak und für mich gibt’s heute mal Boerewoors, dazu den Rest Salat von gestern und nen frischen Kartoffel Salat. Passenderweise nen Weißwein Namens ‘Painted Wolf‘ 

 

9. Sept. ’19 – ein eher ruhiger Tag

 

der Nimmersatt hockt immer noch im Sunset Dam

Da die Strecken im Süden des Parks ja überschaubar sind, geht’s heute nochmal Richtung Skukuza, denn noch sind wir gefühlt nicht alle Wege gefahren. Also hoch über die Teerpad H4-1 und dann auf die S21 gen Westen. Nach nem kleinen Boxenstopp in Skukuza fahren wir hoch zu dem Outlook ‘Granokop‘ - mit wieder einem tollen Blick in die Gegend. Weiter fahren wir über die H1-1 zunächst nochmal am Transport Dam vorbei, haben aber bei der Menge an Autos, die dort stehen, so gar keine Lust lange zu bleiben, also entschließen wir uns, die nicht gemachte Fahrt auf der Sabie River Road nachzuholen (Ihr erinnert Euch? der Leo im Flussbett)

 

Und auch wenn ich sage, es war ein eher ruhiger Vormittag, so heißt das nicht, dass wir nichts gesehen haben...

 

 

Zu einem Late-Lunch trudeln wir in Skukuza ein und fahren von hier ‘hintenrum‘ über die S30/S29 zurück nach Lower Sabie. Bevor wir aber zurück ins Camp fahren, geht’s nochmal zum Sunset Dam, aber ohne besondere Sichtung – mal abgesehen von den vielen Fahrzeugen. Und so hält es uns hier nicht lange, zumal wir heute Abend noch eine Verabredung haben. 

 

 

Gegen 19.00h bekommen wir Besuch und nach nem gemeinsamen GT geht's rüber zu Mugg&Bean. Für den letzten Abend stand Kochen eh nicht zur Debatte und so lassen wir heute noch mal für uns kochen. Wir haben einen netten, kurzweiligen Abend und morgen geht’s bereits zurück nach Hause 

10. Sept. ’19 – Letzter Game Drive – es geht nach Hause

 

Grey Hornbill im Morgenlicht

 

Heute ist packen angesagt, aber da wir die Zeit bis zur Ausfahrt aus dem Park noch bestmöglich nutzen wollen, sind wir damit ziemlich zügig fertig und bereits um 6.15h aus dem Camp raus. Wir wollen nochmal zum Ntandanyathi Hide und von dort aus nach Croc Bridge und von dort über die S25/S26 weiter… Wollen, so der Plan  

 

 

 

 

Die Realität sieht dann so aus, dass wir am Bird Hide feststellen, dass wir den Schlüssel noch haben (hab ich nicht beim Verlassen des 1. Camps gesagt: nichts vergessen – auch nicht, den Schlüssel abzugeben) und so geht’s nochmal zurück nach Lower Sabie, wo wir bei der Gelegenheit aber auch gleich noch was für nen späteren Lunch besorgen und dann wieder zurück nach Croc Bridge.

 

Ich könnte jetzt sagen “10 Tage – 10 Leos“ aber den letzten verpassen wir so gerade und da wir noch nicht mal die Schwanzspitze gesehen haben, zählt der nicht, daher bleibt’s bei 9 Leos.

Nachdem wir in Croc Bridge nochmal volltanken, geht’s innerhalb des Parks im großen Bogen zurück zum Malelane Gate. Haben wir nicht mehr mit viel gerechnet, so bekommen wir doch noch mal die volle Packung. Zunächst einen erhöhten Puls, als wir an einem nicht so ganz entspannten Eli vorbei müssen und dann, so auf die gefühlt letzte Minute, ein Wilddog Pack ganz nah – meeegaa !

 

 

Im weiteren Verlauf zählen wir nochmal 8 Rhinos, ne schöne Eli Sichtung am Wasserloch und sogar zwei Löwen, die aber echt weit weg sind; verabschiedet werden wir von einem Gaukler. 

 

 

Über die H3 verlassen wir gegen 14.00h den Park am Malelane Gate. Vorher räumen wir noch unsere Sachen um, verstauen die Fotoausrüstung und snacken noch die Reste vom Vormittag. Bis zum Flughafen brauchen wir ca. 75 Minuten und staunen bei der problemlosen Abgabe des Fahrzeuges nicht schlecht – 2316km sind wir in den 10 Tagen durch den Park gecruised – uuuuuuiiiii.

 

Nachdem wir die Taschen los sind, gibt’s ein letztes Mal ein Magnum-Minz Eis und so verlassen wir ganz pünktlich den Kruger Mpumalanga International Airport…

Ob wir traurig sind? Na klar! Aber mit dem Wissen, dass wir bereits vor dieser Reise schon die nächste Tour im April ’20 festgemacht haben, tut’s nicht ganz so weh.

 

(hätten wir im Sept. ’19 bereits gewusst, was in 2020 auf uns zukommt, wäre es anders gewesen)

Fazit

 

Skukuza Railway Bridge im Sonnenuntergang

Die Tour war wieder grandios! Das Selberfahren im Park ist so easy und hat uns beiden echt viel Spaß gemacht. Die Mischung aus Selbstversorger und zwischendurch Essen gehen ist auch eine prima Sache. Bei den durchweg super Sichtungen gibt es aus fototechnischer Sicht maximal zu bemängeln, dass viel Busch im Spiel war und dass ne lange Brennweite ein echter Vorteil ist. Aber insgesamt sind wir für meinen Geschmack,  super weggekommen 

 

Wir sind so ein eingespieltes Team geworden, dass wir es nicht bereuen, die nächste Tour schon eingestielt zu haben, dass daraus erst mal nichts wird, konnte zu diesem Zeitpunkt niemand ahnen, aber wenn es irgendwann wieder geht, so ist dann wieder der Norden angesagt, denn es gibt noch ganz viele weiße Flecken auf der Krüger Karte, die es zu befahren gilt…

 

… und so sag ich: stay tuned… 

 

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