Clax on Tour
Clax on Tour

Südwesten 2004 - Nevada, Utah & Co.

12. Tag - 9. Okt. 2004 - vom Canyonlands NP nach Mesa Verde

Zum Sonnenaufgang auf den Hügel? Nee, heute nicht. Hatten wir ja gestern bereits und so können wir noch was länger liegen bleiben.
Pünktlich zum Sonnenaufgang um 7.30h ist der Frühstückstisch draußen gedeckt...  
ist das herrlich !!!
 
Wir sind gegen 8.30h startklar und fahren Richtung Mesa Verde.
Zuerst aber müssen wir die 35 Meilen aus den Canyonlands wieder raus. Wir legen einen kleinen Fotostopp am Newspaper Rock ein. Dort gibt’s allerhand Indianerkram, bzw. Petroglyphen an einer Felswand. Bei der Weiterfahrt wundern wir uns nicht, dass das tote Rind, welches wir vor 2 Tagen bereits gesehen haben, immer noch am Straßenrand liegt. Allerdings fragen wir uns, wo all die anderen Rinder abgeblieben sind und bekommen kurz darauf die Antwort. Sie werden zusammengetrieben und auf eine andere Weide gebracht. Vier Reiter und Hunde, wie bei “City Slickes“. Dass der Verkehr ein bisschen lahm gelegt wird, stört hier niemanden.
 
Kurze Zeit später sind wir auf dem Hwy. 191 und es geht über Monticiello und Cortez nach Mesa Verde. Verde? Wohl eher Negro, black, oder sonst was, aber auf keinen Fall grün. Schade, der Großteil des Baumbestandes ist 2000 einem großen Feuer zum Opfer gefallen (das steht natürlich in keinem Reiseführer). Daher bleibt für uns nur, das Nebenprogramm zum Hauptprogramm zu machen: Kulturschock, bzw. viele, viele Indianerruinen stehen uns jetzt bevor.
 
Entlang der “Chapin Mesa“ stehen viele Ruinen der Pueblo Indianer, die wir uns jetzt der Reihe nach ansehen. Wir bekommen auch einen guten Blick auf “Cliff Pallace“, eine der größten Cliff Dwellings hier in Mesa Verde. Dorthin runter darf man aber nur mit Führung, daher besuchen wir die einzige freie Ruine: Spruce Tree House. Wir können sogar in ein Kiva runter – es ist aber stickig und müffelig, daher ist unser Aufenthalt hier unten nur von kurzer Dauer.
 
Nachdem wir alles gesehen haben, was es zu sehen gibt, fahren wir runter auf den Campground. Auf dem Weg dorthin müssen wir an einer Baustelle im Park ca. 10 Minuten ausharren, da durch die Bauarbeiten nur eine Spur befahrbar ist. Im Mesa Verde wird Erosion groß geschrieben. An einem Hang muss der Berg abgetragen werden, um ihn an einer anderen Stelle wieder für Ausbesserungen zu nutzen. Hier bekommt der Name Gradwanderung eine greifbare Bedeutung, denn in manchen Kurven bröckelt der Asphalt schon in die Tiefe, so schmal ist der obere Kamm im Mesa Verde. Hui, auch hier sollte man an manchen Stellen nicht aus dem Autofenster gucken.
Aber: das Entertainment stimmt. Der “Stopp-Schild-Halter“ nutzt die Pause, um uns bei Laune zu halten, was ihm auch ohne weiteres gelingt und bei der Vorbeifahrt auch mit einem Lächeln und Augenzwinkern bestätigt wird J
Unten angekommen suchen wir uns eine Campsite, waschen unsere Wäsche und kochen Curryhünchen mit Reis.
Der Campground ist wenig spektakulär, daher haben wir uns auch die sonst üblichen Fotos gekniffen. Spektakulär dagegen war mein Staffellauf von der Laundry zurück zur Campsite und das auch noch mit Wäsche voll bepackt: stockdunkel und nix zu sehen (da waren wir noch nicht im Besitz einer Kopflampe J). Ich hab’s trotzdem geschafft.
 
Im Gegensatz zu den vergangenen Tagen war das heute ein ziemliches Kontrastprogramm, welches wir morgen aber noch mal im Canyon de Chelly fortsetzen werden.
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Alle hier gezeigten Bilder und Texte sind Eigentum von Claudia u. Axel Gierse. Für die Inhalte der eingefügten Links übernehmen wir keine Haftung