Clax on Tour
Clax on Tour

Kalifornien und der Südwesten 2012

20. Juni 2012 - Page Umgebung - Horseshoe Bend und Lees Ferry

Wir haben, trotz der Wärme gut geschlafen. O.K. wir haben den Trümmer ja erst noch ein wenig runtergekühlt, dennoch kühlt es im laufe des Morgens ab, so dass wir es, im Schatten sitzend, zum Frühstück etwas kühl finden (wie Panne ist das denn?) Heute haben wir einen richtigen Tag Aus-Zeit, so dass wir nach dem Frühstück erst einmal im Lake Powell baden gehen. Anschließend fahren wir noch mal in den Ort rein und sehen uns bei dem 2. Kajak-Rental um. Schade, dass die hier so unorganisiert sind. Würden wir doch so gerne ein Stück den Colorado paddeln und könnten wir doch glatt ein Boot mieten ($45 für nen 2er), so müssten wir uns um den Transport, bzw. Transfer selber kümmern. Hahaha, leider, so groß wie der Trümmer auch ist, ein Boot bekommen wir durch keine Luke da rein, so müssen wir uns also von der Idee verabschieden, Schade. Nichtsdestotrotz wollen wir nach Lees Ferry runter. Das ist DIE Einsatzstelle für die Mehrtagestouren durch den Grand Canyon (da lacht das Paddlerherz). Nur ca. 10 Meilen Luftlinie entfernt sind es über die Straße ca. 50 Meilen . Direkt hinter Page aber, kommt zunächst der Horseshoe Bend, hier wollen wir noch mal hin, denn hier haben wir vor 8 Jahren schöne Bilder gemacht – alleine. Wir sind erschrocken, wie viel hier los ist. Busse weise werden hier die Leute hingekarrt, was wir ja eigentlich wieder nicht so toll finden. Wir machen trotzdem ein paar Bilder, nachdem wir uns durch den Tiefsand zur Canyon Kante durchgewühlt haben. Wenig später sind wir dann auf dem Weg nach Lees Ferry und überqueren, kurz vor dem Abzweig, die Navajo Bridge. Hier liegen die alte (Bj. 1928) und die neue (Bj. 1985) Brücke direkt nebeneinander und das zum verwechseln ähnlich. Die 14 Meilen nach Lees Ferry sind ganz schön, haben sie doch wieder richtigen Canyon Charakter. Unten angekommen, sehen wir bereits einen großen Truck der Westcoast Expedition. Die sind gerade dabei ein paar Rafts abzuladen und für die, morgen beginnende, Canyon-Tour vorzubereiten. Wir schauen dem Treiben ein wenig zu, sehen uns noch ein wenig die historischen Überbleibsel von Lees Ferry an und fahren zurück. Zunächst nur ein Stück, da wir die Füße unbedingt noch mal in den Colorado halten wollen. Der ist so was von eiskalt, dass einem das Blut in den Adern gefriert. Eigentlich wollten wir ja zum Campen hier bleiben…

Allerdings sieht der Campground so trostlos aus und die Chance auf ein Schwimmchen im Fluss liegt bei null, so entscheiden wir uns also nach dem (kalten) Kaffee für die Rückfahrt nach Page. Wollen wir doch mal sehen, ob uns eine Nacht am Lone Rock diesmal vergönnt ist. Ja, sie ist. Wir sind gegen 17.00h (lt. Utah Zeit: 18.00h) am Strand und können sogar einen Platz in der 1. Reihe abgreifen. Wir gehen zunächst Baden und schauen anschließend dem spannenden Treiben neben uns zu. Wow, hier geht’s zu, wie in einer Wagenburg. Das ist kaum zu beschreiben. Alle campen direkt am Wasser, haben sämtliches Wassersportequipment dabei und nutzen dies auch. Motorboot, Jetski, Kanu, oder sogar nur die Luma – hier geht alles. Wir kochen und genießen den lauen Abend am Wasser. Ist es heute bei weitem nicht so windig wie gestern, weht sogar ein leichter Wind vom Wasser her. Das wird eine angenehme Nacht. Erstaunlich dabei ist immer wieder, das hier die Ruhezeiten so was von diszipliniert eingehalten werden. Da hört man die ganze Nacht keinen Mucks. Selbst von den Kanadiern nebenan ist vom Kindergeschrei nichts mehr zu hören. Wollte der Vollpfosten sich doch noch vor uns stellen (obwohl Axel abgelehnt hat), hat er sich zur Strafe mal so richtig festgefahren (nicht lachen, ist uns gestern ja auch passiert), aber geholfen hat ihm niemand (unser Bedarf war nach seiner Unverschämtheit auch gedeckt). Die beiden kleinen Kinder waren so was von rot verbrannt, das hat selbst uns leid getan. Was manche Menschen Verantwortungslos sind. Um 22.30h ist auch für uns der Tag Geschichte und wir versinken, bei einem lauen Lüftchen im Bett.

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