Clax on Tour
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Kalifornien und der Südwesten 2012

18. Juni 2012 - Moki Dugway und Monument Valley

Wir lassen 2x nachklingeln und stehen erst um 6.30h auf, da wir uns bei der Hitze die Große Brückenrunde (ca. 14km) kneifen. Wir wollen nach dem Frühstück los und uns nur noch die beiden übrigen Brücken ansehen.

Gesagt, getan sind wir gegen 9.00h startklar und fahren zunächst zur Kachina Bridge. Auf halben Weg runter entscheiden wir uns aber, wieder den Rückweg anzutreten, da die Brücke im Schatten liegt und von oben fast ein bisschen besser zu sehen ist. Wir fahren daher weiter zur letzten, der Owachomo Bridge, hier ist der Weg gar nicht so lang und wir sind uns einig, dass dies die schönste der drei Brücken ist. Im Kessel unten gibt’s schöne Felsen und einige Wassergumpen sind auch noch voll. Wir erwischen sogar ein Deer, das an einem der Wasserlöcher trinkt, sich allerdings erschreckt und ziemlich eilig das Weite sucht. Nachdem wir ein paar schöne Fotos gemacht haben, laufen wir wieder hoch und stellen fest, dass es bereits 11.00h ist. Zeit also, den Park hier zu verlassen. Wir sind uns einig, dass dies ein kleiner, aber wirklich netter Park ist, der bei weitem nicht so überlaufen ist, wie viele der anderen Parks.

Auf der Weiterfahrt erreichen wir nur wenige Meilen später den Abstieg aus der Hochebene. Die Fahrt runter geht über den Moki Dugway, einer nicht asphaltierten Straße, die sich in Serpentinen den Berg runterschraubt. Nichts für schwache Nerven, wird daher auch von der Fahrt mit dem RV abgeraten. Wir aber finden, dass ist mal ne schöne Abwechslung und kommt nicht so häufig vor. Durften wir ja die Switchbacks im Seqouia auf Grund der Größe nicht fahren, so holen wir dies jetzt nach. Unten angekommen, biegt die Straße zum Goosenecks Overlook ab. So weit hatten wir das zwar nicht in Erinnerung, aber wir habe ja heute Zeit. Im dunklen Gestein mäandert der San Juan River in vielen Schleifen durch die Ebene unter uns, der Rest der Gegend sieht eher tot und trostlos aus. Wir fahren weiter, sehen bei der Durchfahrt von Mexican Hat eine ganze Reihe Radrennfahrer (bike around America) und können bei den Temperaturen nur den Kopf schütteln. Konnte man bereits bei der Abfahrt des Moki Dugway einige “Monumente“ sehen (Valley of the Goods), sieht man jetzt, kurz hinter Mexican Hat, die großen Monumente. Es ist also nicht mehr weit bis zum Monument Valley.

Kurz bevor es links abgeht, entscheiden wir uns für rechts und fahren erst mal nach Gouldings, einer kleinen Navajo Ansiedlung mit Lodge, Campground und kompletter Versorgung. Da es im Monument Valley ja selbst keine Campmöglichkeit mehr gibt, seit das schrecklich große und völlig deplazierte Hotel “The View“ dort steht, werden wir heute wohl in Gouldings übernachten. Haben wir zwar vorher gelesen, dass man auf einem Platteau nahe des Parkplatzes geduldet wird, so macht uns aber der extreme Wind und der damit verbundene Sandsturm ein wenig Sorgen, denn bei der Hitze können und wollen wir nicht mit geschlossenen Fenstern dort stehen. Außerdem ist es für schöne Bilder noch viel zu früh, da haben wir mind. noch 1-2 Stunden Zeit. Wir checken ein, wechseln noch mal den Platz, da wir dann doch Full-Hook-up (Strom, etc.) nehmen und kühlen den Wagen erst mal runter. Checken ein paar Mails und stärken uns ein wenig.

Währenddessen kommen wir mit einem 4er Gespann aus der näheren Heimat ins Gespräch und da die z.Zt. etwas Lagerkoller haben J nehmen wir 3 der Jungs spontan mit ins Valley. Dort erleben wir einen schönen Sonnenuntergang, bzw. die goldene Stunde. Es ist leider sehr touristisch, aber das wussten wir ja. Als wir das letzte Mal vor 16 Jahren hier waren, sah das noch ganz anders aus. Da wurden zwar auch die Touris angekarrt, die waren aber später weg und die Camper hatten die Szenerie für sich alleine. Bei so vielen Menschen allerdings, gibt’s auch ne Menge zu schmunzeln (ich sag nur: gelber Camaro J der Fahrer hat echt versucht mit dem tiefer gelegten Wagen, die steilen Schotterpiste ins Valley zu fahren… da freut sich die Werkstatt).

Es ist bereits nach 20.00h als wir zusammenpacken und zurück nach Gouldings fahren. Wir essen schnell was (es gibt Encheladas) und duschen mal nicht im WoMo J. Noch ein bisschen Tourbook schreiben und schon ist es wieder 23.00h. Morgen wollen wir nach Page. Bereits einen Tag früher, als geplant, wollen wir zwei Tage am Lake Powell verbringen, das einzige, was bei Temperaturen um 40°C geht.

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