Clax on Tour
Clax on Tour

Kalifornien und der Südwesten 2012

16. Juni 2012 - Wandern im Capitol Reef NP und Steinmännchen im Goblin Valley

Um kurz vor 6.00h klingelt bereits der Wecker. Bei den Temperaturen, wollen wir zeitig zu unserer Wanderung aufbrechen. Wir stehen bereits um 8.15h am Trailhead zum Rim Overlook und schon geht’s steil rauf. Im Gegensatz zu gestern, kommt erst der Steile Aufstieg, so wird der Rückweg nicht allzu schlimm. Wir brauchen eine gute Stunde bis oben, haben Zwischendurch einen phantastischen Blick auf das Fruita Valley und Teile des National Parkes – richtig toll. Auf dem Rückweg nehmen wir den Abzweig zur Hickman Bridge, auch diese ist echt sehenswert, wenn auch hier mehr los ist, als auf dem anstrengenden Weg nach oben. Wir machen ein paar schöne Bilder, bevor wir uns auf den Rückweg machen. Auffällig häufig, wie auch schon in den letzten Tagen, kommen uns viele Amis mit Kindern entgegen; mindestens 2, meistens 3. Fraglich ist allerdings, ob man den ganz kleinen (im Tragerucksack) Temperaturen in dieser Höhe zumuten muss, das finden wir schon ziemlich hart. Auch daher, verzichten wir auf unsere vorher geplante Tour durch den Cohab Canyon. Eigentlich schade, aber bei den Temperaturen, nein danke.

Wir fahren zurück ins Visitor Center, bekommen aber nicht wirklich neuen Input und fahren daher noch mal zum Campground, um dort unsere Tanks zu leeren. Da wir unsere “Wandersandwiches“ noch nicht vertilgt haben, machen wir eine ausgiebige Kaffeepause am Fluss im Fruita Valley. Erst gegen 13.00h fahren wir dann los, Richtung Goblin Valley. Immer wieder faszinierend ist die Landschaft auf dieser Strecke. Als wir nach etwa einer Stunde in Hanksville aufschlagen, geht unser Plan auf. Wir können hier in Utah zwar nicht telefonieren, aber wie wir ja vor zwei Tagen festgestellt haben, kommt man mit ein bisschen Glück ins Netz. Wir halten also vor dem “Hanksville Inn“ und siehe da, WiFi wird angeboten. Wir parken vor der Tür, holen das Netbook raus und haben sogleich Empfang. Wir setzten noch mal ne Nachricht ab, damit unsere Lieben daheim nicht glauben, wir wären in Utah’s Mondlandschaft unter die Räder gekommen.

Das restliche Stückchen über die #24 Richtung Green River geht dann auch ganz schnell, so dass wir gegen 15.00h am Eingang zum Goblin Valley State Park stehen. Was wir hier hören, lässt uns wieder nur staunen. Nein, auf den Campground können wir nicht, die Wasserversorgung ist nicht O.K. – das ist uns ziemlich Latte, sind wir doch mit dem WoMo autark. Nein, wir können da nicht drauf, der Chef hat das so angeordnet. Eine anschließende Besichtigung zeit uns, das sogar ein paar Zelte auf dem Platz stehen, und dass obwohl gerade die auf WC und Dusche angewiesen sind (das soll einer verstehen) Wir aber fahren erst mal ins Goblin Valley und bestaunen, im Schatten des WoMo’s sitzend, die Gegend. Um diese Zeit ist es noch viel zu heiß um da rein zu wandern, da warten wir doch lieber noch ein bisschen. Wieder einmal müßig zu erwähnen, dass die Amis mit ihren Kleinstkindern da kein Problem mit haben.

Die Zeit vergeht mit Kaffeetrinken und Co. so schnell, dass wir auch gegen 17.30h mal ins Valley hinabsteigen. Von oben sah das ganze ja schon super aus, aber wenn man mittendrin steht ist es umso schöner. Leider geht zwischendurch mal die Sonne weg, da sich dunkle Wolken davor schieben (die haben aber im Moment nichts zu bedeuten). Ein paar lustige Schnappschüsse zum Schluss und schon geht’s wieder zurück. Wir kochen und während das Essen in der Pfanne schmort, schreibe ich ein paar Zeilen und Axel macht sich (der kann einfach nicht genug bekommen) noch mal auf den Weg ins Valley. Das Essen genießen wir, nach dem die Sonne weg ist, mit einem wunderbaren Blick auf die vielen, kleinen Steinmännekes da unten. Anschließend aber räumen wir zusammen und machen uns auf den Weg. Wir versuchen noch mal, doch noch eine Campsite für heute Abend zu bekommen, aber vergeblich, wir hören den gleichen Mist, wie heute Nachmittag. Wir sollen irgendwo, außerhalb des State Parks campen, das wäre save und überhaupt kein Problem. Am Trailhead vom Little Wild Horse Canyon auch? fragen wir, na klar, überhaupt kein Problem.

Also fahren wir die 5 Meilen bis dahin und staunen nicht schlecht. Keine Menschenseele und wir glauben, so gerade haben wir den ganzen Urlaub noch nicht gestanden. Da haben wir ja glatt ne Pole Position für die morgige Wanderung. Wir duschen noch und trinken ein Schlummerbier, bevor wir gegen 23.00h in den Federn, nein Laken, da viel zu warm, verschwinden.

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