Clax on Tour
Clax on Tour

Kalifornien und der Südwesten 2012

13. Juni 2012 - Reiten im Kodachrome Basin und viel Mühe, ein Quad zu bekommen

Zeitumstellung, da müssen wir uns jetzt erst mal dran gewöhnen. Klingelt der Wecker, wie gewohnt, um 6.00h, geht so gerade eben erst die Sonne auf. Die Temperaturen hier haben es aber in sich, so dass wir gen Morgen im einstelligen Bereich sind. Da bleiben wir doch noch was liegen. Es treibt uns ja auch keiner, da wir später nur die knapp 70 Meilen bis nach Escalante wollen. Wir frühstücken etwas später, aber draußen, bevor wir uns für eine Wanderung über den Panorama Trail fertig machen.

Wir laufen gegen 8.30h los und kurz bevor wir in den Trailhead einbiegen, kommt doch tatsächlich ein Cowboy mit ein paar Pferden über die Straße. Hmmm, reiten wäre auch toll. Also fragen wir gleich mal... und haben Glück. Ja, er hat noch 2 Pferde und so zockeln wir um 9.30h auf dem Pferderücken über den Panorama Trail. Es ist herrlich, wenn auch ziemlich staubig. Die Nasen werden im Laufe der guten Stunde immer trockener und von den Zip-Hosen ist auch bald nichts mehr zu erkennen. Müßig, zu erwähnen, dass wir mal wieder mit kurzer Hose geritten sind. Waren wir ja eigentlich nicht drauf vorbereitet, da muss man auch mal die Zähne zusammen beißen.

Um kurz vor 11.00h sind wir zurück – total eingestaubt, aber zufrieden. Wir laufen zurück zum WoMo und duschen erst mal. Danach gibt’s noch mal nen Kaffee und ein Sandwich, bevor wir weiter fahren. Vorher leeren wir aber noch mal unsere Abwassertanks, denn man weiß ja nie, wann wir die nächste Gelegenheit bekommen. Bevor wir das Kodachrome Basin verlassen, sehen wir uns noch den Chimney Rock an. Die anschließende Fahrt über die Cottonwood Canyon Road brechen wir ziemlich schnell wieder ab. Das ist einfach nichts für den Trümmer (und wieder wünschen wir uns einen Hilux). Wir fahren daher nach Escalante, halten auf dem Weg an ein paar Viewpoints und sind gegen 15.00h bereits am Ziel. Naja, nicht ganz. Zunächst einmal ist der Campground bereits voll, so dass wir nur noch an der Lake Side stehen dürfen (ist aber auch nicht das schlechteste), dann aber kommt das, was man durchaus als Odyssee bezeichnen kann.

Haben wir bereits bei der Recherche zu Hause vor dem Problem gestanden, dass hier nicht wirklich viele Jeep-Anbieter vor Ort sind, so stellen wir jetzt fest, dass es nur noch einen gibt, der hat sein Business aber gerade verkauft... an ??? hmmn, da geht’s schon los, keiner weiß so richtig wer und wo jetzt was vermietet, na toll. Wir bekommen zwei Telefonnummern in die Hand gedrückt, müssen aber feststellen, dass es unser Handy hier nicht tut. Bei vollem Ausschlag, gibt’s hier keinen Deal mit AT&T, das kann doch nicht wahr sein. Wir fahren also in Visitor Info Center und fragen mal nach. Naja, vielleicht kennen wir den auch. Aber anrufen, nein, dass können wir nicht, wir sind eine staatliche Einrichtung, da dürfen wir nicht telefonieren. Häää? Das soll jetzt einer verstehen. Dann sollen wir doch eben das einzige öffentliche Telefon in Ort benutzen. Würden wir gerne, das funktioniert aber nicht. Dann werden wir zur Telefongesellschaft geschickt und die lassen uns dann sogar telefonieren. Der Jeep ist leider für morgen nicht mehr frei, aber bei der anderen Telefonnummer können wir für morgen noch einen ATV klar machen. Wir fahren da gleich mal vorbei. Haha, wieder so eine Sache, denn wir bekommen nur die Center Street als Anschrift genannt, es gibt aber die South und die North. Wir nehmen mal die North und... natürlich, die ist falsch. Es dauert noch mal eine Ewigkeit, bis wir dann endlich, etwas abseits des Ortes bei Travis auf dem Hof stehen. Er hat das  Business gekauft, ist aber noch ganz am Anfang, da er auch noch seine Alfalfa-Farm bewirtschaftet und sich ein schönes Farmhaus baut. Wir verabreden uns für morgen Früh und machen uns dann wieder (besser: endlich) auf den Rückweg.

Zum späten Nachmittagskaffee am See reichts gerade noch, danach machen wir uns noch mal auf und laufen den Petrified Forrest Loop. Nicht der Hit, da haben wir schon schönere versteinerte Bäume gesehen, aber wir wollen unbedingt noch ein bisschen laufen. Wieder zurück gibt’s was auf die Gabel und da wir die letzten Tage so viel Fleisch hatte, gibt’s heute mal Süß- und Normalkartoffeln untereinander. Hmm, auch ganz lecker. Wir sitzen bei lauen Temperaturen (wenn auch etwas windig) am See. Beim hoch laden des Rechners bekomm ich die Meldung, dass wir ins Internet können und das versuchen wir gleich mal. Das gibt’s doch wieder nicht. Das ganze Gehampel heute, nur weil wir kein Handyempfang haben (Empfang ja, aber den falschen Operator) und hier am See kommt man mal ganz locker ins Netz. Und das nutzen wir dann auch.

Und morgen werden wir dann endlich die “Hole in the Rock Road“ mit nem Quad fahren. Da sind wir ja mal gespannt.

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