Clax on Tour
Clax on Tour

Australien 2007 - der Südosten, das Red Center und Perth

18. Tag - 19. Nov. 2007 - vom Kings Canyon ins Palm Valley (Mereenie Loop)

Der Wecker klingelt um 5.00h, wir aber stehen erst um 5.20h auf, gönnen uns ein kurzes, mit lästigen Fliegen belastetes Frühstück und fahren dann rüber zum Kings Canyon.

Die Idee, mit den ersten Sonnenstrahlen rauf auf den Rim, hatten wir wohl nicht allein. Ein ganzer Schwung Bus-Trupp kommt mit uns dort an, na super. Als wir losgehen ist es bereits 27°C warm und das um 6.30h – Hammer!

Die “Massen“ streifen wir bereits beim ersten Anstieg ab, so dass wir dann doch fast alleine unterwegs sind. Es ist herrlich, wir sind total begeistert und ganz sicher, dass das hier besser ist als der Uluru und die KataTjuta. Wir genießen jeden Schritt oben am Rim, irgendwann geht’s dann per Leiter runter in den Canyon und auf der anderen Seite wieder hoch. Unten im Canyon, die Stelle nennt sich berechtigter Weise “Garden of Eden“, kann man sogar ein Bad nehmen, wenn man möchte.

Möchten wir aber nicht, also gehen wir weiter und genießen die Aussicht. Ein bisschen wie der Purnululu NP, in Westaustralien. Gut aber, dass wir so früh unterwegs sind, denn als wir um kurz vor 9.00h unsere Runde beenden ist es bereits 37°C warm. Für uns die Gelegenheit, noch mal zum Campground zurück zu fahren und eine Runde schwimmen zu gehen.

Nach dem wir anschließend geduscht sind, geht’s weiter. Über den Mereenie Loop (Permit haben wir bereits gestern besorgt) Richtung Hermannsburg, einer alten deutschen Missionsstation, ca. 200 Kilometer von hier. Die Strecke dorthin geht über eine Gravelroad, so dass wir nicht ganz so schnell vorankommen.

Bis 13.00h brauchen wir, bevor wir uns die, nennen wir es mal: nicht mehr ganz taufrische Station ansehen. Auf den in allen Reiseführern angepriesenen Apfelstrudel verzichten wir, zumal gegen 14.00h eine Busladung ankommt L

So fahren wir weiter, in den Finke Gorge National Park, bzw. ins Palm Valley.

Die Fahrt dorthin ist nur mit einem Allradfahrzeug mit hoher Bodenfreiheit gestattet, lässt sich aber gut bewältigen. Wir sind zum Kaffee dort und haben einen herrlichen Platz, direkt am Fluss. Wir “stoffwechseln“ (was soll man bei so einer Hitze auch sonst tun) bis 16.30h, dann machen wir uns noch mal auf den Weg ins eigentliche Palm Valley. Was wir nicht geahnt haben (nach der doch eher harmlosen Anfahrt), dass jetzt erst die High Clearence gefragt ist. Es geht über Stock und Stein und ist nichts für weichgespülte. Wir müssen uns das ein oder andere Hindernis ansehen, bis wir es überwinden. Aber als wir dann die nächste Stelle vor uns haben, streikt der Fahrer. Bis jetzt ist alles gut gegangen, aber wir wollen auf keinen Fall die Schürze vorne, oder sogar die Ölwanne riskieren. So hoch ist der Wagen dann doch nicht.

Wir entschließen uns den Wagen auf einer nicht ganz so engen Stelle zu wenden, um ihn dann stehen zu lassen und den letzten Kilometer zu laufen (3 von 4 km haben wir immerhin geschafft). Gesagt, getan und so stehen wir um 17.20h vor dem Info Schild unserer eigentlichen Wanderung. Aus der geplanten 2 Stunden Tour, wird dann nur die kurze einstündige Variante, da wir auf jeden Fall noch im Hellen aus dem Tal raus wollen.

Die Wanderung ist toll, tatsächlich stehen im Valley riesengroße Palmen. Wir laufen ein Stück an der oberen Kante entlang und kommen nach einer halben Stunde an einen Abstieg, so dass wir die Rücktour durch’s Flussbett nehmen können. Jetzt, wo die Sonne so langsam aus dem Tal verschwindet, kommen auch ein paar Echsen zum Vorschein. Schön, so können wir die auch mal sehen.

Nach einer knappen Stunde sind wir wieder zurück und laufen dann noch die 20 Minuten zum Auto. Die Entscheidung, den Wagen stehen zu lassen, war Goldrichtig. Die Rückfahrt klappt, auch wenn wir uns wieder die eine oder andere Stelle ansehen, ohne Schwierigkeiten. Leider sind wir aber später als geplant zurück, so dass wir unser BBQ wieder einmal im Dunkeln machen müssen. Als wir soweit fertig sind, kommen unsere Nachbarn noch auf ein Bier vorbei. Wir werden eingeladen und bei den “Sprit“-Preisen hier, muss man das zu schätzen wissen (wir erinnern: 6-Pack, 20 Dollar).

Wir sitzen bis nach 22.00h zusammen, plaudern aus dem Nähkästchen und verabreden uns ganz lose für’s nächste Wochenende. Die drei fliegen Mittwoch nach Perth und da wir nur einen Tag später auch dort sind, könnten wir uns ja mit einem Bier revanchieren. Mal sehen, wäre auf jeden Fall nett.

Wir sind nicht so spät im Bett und hoffen, dass es in der Nacht nicht ganz so warm wird. Da wir hier ja ganz basic stehen, gibt’s auch keinen Strom und somit auch keine Klimaanlage…

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