Clax on Tour
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Namibia / Südafrika 2012 - unsere 3. Reise ins südliche Afrika

11. Tag - 20. November 2012 - vom Richtersveld nach Klein Aus Vista

Eigentlich auch ohne Wecker, werden wir zur gewohnten Zeit wach. Die Sonne ist noch nicht ganz über den Berg, aber als sie wenig später den Weg gefunden hat, müssen wir tatsächlich noch mal mit unserem Frühstücksbuffet umziehen, denn es ist einfach zu warm in der Sonne.

Auch wenn es uns hier im Richtersveld richtig gut gefällt, besonders die beiden Campsites, so haben wir bereits gestern beschlossen: 2 1/2 Tage im 4x4 Gang reichen. Wir brechen also die Zelte hier einen Tag früher ab und fahren in Richtung Klein Aus Vista. Die Fahrt geht über den Hellsgate Pass und ist mal wieder nicht ohne, aber wunderschön mit all den Ausblicken. In der überwältigen Landschaft sehen wir noch allerhand 4Beiner.

Für die 61 Kilometer bis nach Sendlingsdrift brauchen wir satte 3 Stunden.

Da wir ja gleichzeitig Südafrika verlassen, müssen wir nun das entsprechende Procedere über uns ergehen lassen. Also fangen wir mit Departure an und finden uns wenig Später (mit Ausreisestempel im Pass) beim Police Office wieder. Der nette Herr nimmt seinen Job sehr ernst und lässt sich so ziemlich alles im Wagen zeigen (sogar unter den Sitzen hat er nachgesehen). Das alles geht aber ziemlich zügig, so dass wir uns wenig später von ihm verabschieden. Jetzt müssen wir noch im San Parks Office ein “Ticket“ für die Fähre besorgen (100,-Rand) und wenig später geht sie ab, die wilde Fahrt über den Oranje.

Das Ganze geht so was von zügig, dass es fast stressig ist, die “Rettungsweste“ in der Zeit anzuziehen.

Die ganze Ausreise/Fähren Aktion hat gerade mal 30 Minuten gedauert und schon stehen wir wieder auf namibischem Boden. Jetzt noch schnell die Einreiseformalitäten erledigen und dann geht’s weiter nach Klein Aus Vista. Die knapp 200 Kilometer bis dahin aber ziehen sich gewaltig (sag mal, warum sind Teerstraßen denn immer gleich so langweilig).

Bereits um 14.15h sind wir im Office von Klein Aus Vista. Die Anfahrt ist ein wenig anders, als wir es in Erinnerung haben. Mensch, die haben hier im März ganz schön einen auf die Hose bekommen, da hat doch wohl ne Flash Flood einiges weggerissen. Jetzt wird eine Art Schutzgraben gebaut (ob das beim nächsten Mal hilft) und der Eingang entsprechend verlagert. Bevor wir zur Campsite fahren, checken wir ein. Wir haben ja reserviert, aber erst für Morgen J ist aber überhaupt kein Problem. Auch das wir lieber die Site 10 statt der 1 möchten, ist überhaupt kein Problem und dass wir ein Braai Pack haben möchten, ist überhaupt ... J

Ein Problem könnte aber der Weg zum Camp sein, haben wir es zwar tiefsandig in Erinnerung, so geht hier ohne 4x4 gar nichts. Auf halber Strecke müssen wir zuschalten, da die Räder bereits durchdrehen. Wir nehmen erst mal die Site No. 10 in Beschlag und trinken Kaffee. Nicht ganz allein, denn wir teilen uns die Herberge mit dem kompletten “Weber-Clan“. Die sind ja wirklich knuffig, wie sie so umtriebig an ihrem Häusle werkeln und auf die Kleinen aufpassen. Da könnte ich Stunden zuschauen.

Die gut 10 Kilometer lange Wanderung des Schutztruppentrails sparen wir uns bei immer noch 38°C, obwohl die ja super schön ist (haben wir vor 21/2 Jahren gemacht) Daher ziehen wir einen Besuch bei den wilden Pferden von Garub vor. Auf dem Weg holen wir noch unser Braai Pack und staunen nicht schlecht. Wir sind doch nur zu zweit, das ganze könnte aber für ne halbe Fußballmannschaft reichen. O.K. den Kuchen (eher Geburtstagstorte) verdrücken wir gleich, bei den Pferden. Dort angekommen, verzieht sich gerade eine Herde, aber es stehen, soweit das Auge reicht, Pferde in der Nähe und irgendwann kommen dann auch noch ein paar davon zur Tränke. Sowohl Tränke, als auch Shelter sind komplett anders, als beim letzten Mal.

Irgendwann haben wir dann aber auch genug Pferde gesehen und so geht’s zurück. Nicht ganz, wir fahren erst noch mal in Richtung Geisterschlucht und machen ein paar schöne Bilder von der untergehenden Sonne.

Erst dann geht’s zurück zur Campsite. Schnell ist das Feuer am Start, während dessen werden die Bilder gesichert und gegen 20.00h ist das Essen auf dem Tisch. Wir müssen sagen, das mit dem Braai Pack kann man ruhig empfehlen, das ist suuuperlecker, aber auch suuuperviel. Beim nächsten Mal würden wir vielleicht nur eine Portion ordern J

Wir sitzen noch eine Weile im Windschatten, bevor wir bei luftigen (es windet ganz schön) 19°C gegen 22.30h im Dachzelt verschwinden. Den ganzen Abend murmseln die kleinen Webersleut in ihrer Behausung J das erinnert schon ein wenig an frühere Jugendherbergszeiten... erst ist Ruhe, aber wenn einer wieder anfängt zu kichern, ist die ganze Bande nicht zu halten.

Dies war wieder ein herrlicher, sehr abwechslungsreicher Tag, den wir nicht missen möchten. Morgen, ja Morgen geht’s dann über die wunderschöne D707 Richtung Tsauchab.

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