Clax on Tour
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Namibia / Südafrika 2012 - unsere 3. Reise ins südliche Afrika

10. Tag - 19. November 2012 - Richtersveld NP *unlimited* 85km in 4 Stunden

Heute treibt uns mal keiner (sonst ja auch nicht J), da wir im Richtersveld bleiben werden. Wir frühstücken über Stunden hinweg im Schatten der Bäume und genießen den vorbeifließenden Oranje.

Die vielen Vögel sind hier gar nicht scheu und trauen sich sogar, uns das Ei vom Brot zu klauen. Die gelb/schwarzen Webervögel nennt Axel liebevoll “die BVB Truppe“, allesamt lustig anzuschauen. Irgendwann ist dann aber auch mit Baden und faulenzen Schluss und wir räumen zusammen. Bevor wir den Platz verlassen, spülen und duschen wir noch in einem der Ablution Blocks. Wir sind angenehm überrascht, wie sauber dieser Ort hier ist, und froh, hier gewesen zu sein (war ja so nicht geplant). Wir reiten durch den Wasserlauf zurück und nehmen Kurs auf unsere nächste (diesmal geplante) Campsite...

Heute geht’s in die Kokerboomkloof. Seid Ihr schon mal auf dem Mars gewesen? Nein, wir schon und zwar heute. Das kann man gar nicht beschreiben, das muss man gesehen haben. Wir haben mehrmals das Gefühl, dass wir bei der nächsten Kurve den Mars Rover (heiß der überhaupt so? Nein er heißt ja Curiosity) über den Haufen fahren. Wirklich schnell kommt man allerdings auch nicht voran, das ist aber auch nicht wichtig, hier zählt vor allem das Fahren. Als wir am Abzweig zum Richtersberg Camp stehen, entschließen wir uns, dort zu einer Kaffeepause vorbeizufahren.

Ein Abstecher, der mal eben 1 1/2 Stunden kostet, aber mit einem sagenhaften Blick über den Oranje belohnt wird. Als wir gegen 15.30h weiter fahren, steht das Thermometer mal wieder auf 41°C. Puh, das kann ja was werden. Sind wir den halben Tag über den Mars geschaukelt, so wird der Pad, hinter dem Abzweig zum Hakkiesdoring Camp deutlich besser.

So sind wir dann, ein paar Fotostopps später, gegen 16.30h in der Kokerboomkloof.

Wow, das ist der Hammer hier, wir sind total begeistert. Das ist so eine Mischung aus nem Köcherbaumwald, gepaart mit der Spitzkoppe. Klitzeleiner Wehrmutstropfen sind die Tö-Häuschen, die waren wohl mal so richtig in Betrieb, fließend Wasser aber gibt’s keines mehr und alles was dazu gehört ist abgebaut. Lediglich eine Toilette, die über einen Tank/Pumpe/Sickergruben System betrieben wird gibt’s...

Könnte so schlecht nicht sein, wenn’s funktionieren würde. Ganz ehrlich, da nehm ich lieber den Spaten (und die passen so schön in die Landschaft, echt Schade)

Von den nur 4 vorhandenen Campsites ist keine weiter besetzt, so dass wir auch hier völlig alleine sind. Zwei Klippspringer begrüßen uns und auch ein Skorpion (der größte, den wir je gesehen haben) lässt sich mal blicken. Wir krackseln noch ein wenig auf den Felsen herum, bevor wir gegen 19.00h Feuer machen und das Potje vorbereiten. Hmm, es gibt lekker Kudu-Hack-Bobotie. Bis das aber so weit ist, ist das Dachzelt aufgebaut, ein paar Bilder gemacht und natürlich die Sonne längst untergegangen. Wir sitzen zum und nach dem Essen in völliger Stille (O.K. ein paar der barking Geckos sind zu hören) am Feuer und leeren ein paar Gläser roten Saft. Gegen 22.00h finden wir uns dann im Dachzelt ein. Es sind immer noch kuschelige 23°C.

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