Clax on Tour
Clax on Tour

Namibia / Südafrika 2012 - unsere 3. Reise ins südliche Afrika

7. Tag - 16. November 2012 - vom KTP zu den Augrabies Falls

Die Nacht war wieder ziemlich windig, aber ohne den Überwurf vom Dachzelt erträglich. Auch die Temperaturen sind heute Morgen ein bisschen niedriger. Wir stehen bei 18°C um 5.00h auf, packen das Zelt zusammen und machen uns 20 Minuten später auf den Weg (nur der VW-Bus Nachbar ist noch eher los). Leider wird dies der letzte Game Drive im KTP. Dennoch werden wir “Mietze mäßig“ nicht endtäuscht, denn bereits an der Rooiputs Wasserstelle sind die ersten beiden Löwen. Das Licht ist leider noch nicht gut, da die Sonne noch nicht aufgegangen ist. Aber dennoch ist es total schön, die Beiden zu beobachten. Als sie sich dann über den Hügel verziehen, fahren wir weiter Richtung KijKij. Auf halber Strecke kommt uns eine Löwenmama mit zwei Halbwüchsigen entgegen. Da die aber ziemlich flott unterwegs sind, lassen wir sie ziehen.

An der KijKij Wasserstelle finden wir, ein bisschen abseits, ein ganzes Rudel. Die Halbwüchsigen muss man irgendwie immer im Auge behalten, sonst hat man sie am Reifen oder an der Stoßstange. Wir könnten Stunden damit verbringen, sie zu beobachten, aber irgendwann verzieht sich auch dieses Rudel hinter den Dünen und wir beschließen zurück zu fahren. Wir finden noch eine einzelne Löwin, die maulend hinter einem Busch sitzt. Ganz deutlich kann man die Porcupine Stacheln in ihrem Gesicht sehen. Die Arme, ich wäre am liebsten ausgestiegen und hätte geholfen (haallooho, ist hier vielleicht ein Veterinärmediziner an Bord?) Das eigentliche Opfer liegt ein Stück weiter, aber der Appetit ist der Löwin wohl vergangen, so ist das Stachelschwein fast unversehrt. Nur ein paar Kilometer weiter sehen wir wieder zwei Halbwüchsige mit Mama. Während Mama und Bruder hinter der nächsten Düne verschwinden, beschäftigt sich einer der Kleinen noch ausgiebig mit den Resten der letzten Mahlzeit (ohoh, hoffentlich passt das nicht durch die Katzenklappe)

Da wir heute noch bis zu den Augrabies Falls wollen, entschließen wir uns, nach Twee Riveren aufzubrechen. Wir halten auf dem Weg dorthin noch mal an dem Kapfuchsbau von gestern. Aber außer Mama Kapfuchs im Schatten, ist von den beiden Kleinen nichts zu sehen, schade.

Wir kommen gegen 8.00h in Twee Riveren an und frühstücken erst mal. Danach räumen wir zusammen. Unsere Zeit im KTP ist jetzt endgültig abgelaufen. Wir hätten nie gedacht soooo viele Löwen vor die Linse zu bekommen. Da hatte wohl wirklich jemand die Katzenklappe offen gelassen. Wie das aber so ist, fehlt trotzdem der ein oder andere Wunschkandidat. Vielleicht hätten wir gerne, wie schon oft gehört, Löwen IM Rooiputs Camp gehabt. Da lehn ich mich jetzt aber mal nicht so weit aus dem Fenster, hab ich doch letztes Jahr in der Kxai Pan so meine Erfahrung gemacht und bin gar nicht sooo böse, dass die Katzenklappe in Rooiputs verschlossen war. Dennoch hätten wir gerne noch mehr Geparden gesehen; Wildcat u. Leo waren auch nicht dabei. Aber eigentlich ist das kein Grund wirklich traurig zu sein, wissen wir doch jetzt schon:

wir kommen wieder !!!

Die Camps waren eigentlich alle zweckmäßig. O.K. der Sani-Block in Mata Mata hätt’s nötig, aber man ist als Camper ja auch schon mal Kummer gewöhnt. Gewöhnungsbedürftig fanden wir, dass man beim Duschen immer das Gefühl hatte, die Sonnencreme geht nicht runter, was wir auf den “Zusatz“ im Wasser zurückführen. Die Mitarbeiter fanden wir durchweg nett und hilfsbereit. Vielleicht schaffen wir es ja beim nächsten Besuch, die eine oder andere Nacht in einem der Camps zu übernachten (Urikaruus, mit ein wenig Glück). So kann man abschließend zum KTP sagen: nach dem Besuch ist vor dem Besuch, also nicht traurig sein.

Gegen 10.00h sind alle Grenzformalitäten erledigt und wir können Richtung Upington aufbrechen. Haben wir gestern zwar Erdmännchen gesehen (leider viel zu weit weg), so kann man sagen, das Einzige in diesem Urlaub, welches so richtig nah dran war, wäre uns hier fast unter die Räder gekommen (Suicide Meerkat?). Im weiteren Verlauf ist die Fahrt nach Upington nicht nur ereignislos, ja sie ist total öde.

Erst als wir gute 2 Stunden eine Stopp in einem Farmstall einlegen, kommt ein wenig Bewegung ins Spiel. Wir decken uns noch mal mit Fleisch und Biltong ein und ich bekomme sogar ein kleines Sprinbockfellchen. Als wir wenig später in Upington ankommen, wird’s direkt belebter. Freitag Mittag und es ist ziemlich viel los. Wir steuern zunächst einen Spar Markt an, um ein wenig unsere Vorräte aufzufrischen, fahren danach aber weiter, da wir erst in Kaimoes tanken wollen. Die Landschaft am Orange ist so total anders, überall Weinanbau und Obstplantagen, soweit das Auge reicht. Es erinnert und an die Juni Tour durch Kalifornien. So haben wir das nicht erwartet. In Kakamas legen wir einen kleinen Stopp in “De Pink Paardstaal“ ein und fahren dann die letzte halbe Stunde nach Augrabies. Wäre die Strecke nicht eine einzige Baustelle (viele Passagen nur 1 Spur, die andere muss warten) wären wir bestimmt schneller gewesen, so aber kommen wir um 15.45h in Augrabies Falls an. Wir checken ein und laufen anschließend zum Mainfall. Hier stürzen sich nicht wahrlich die Wassermassen in die Tiefe, aber es ist dennoch schön anzusehen. Vielleicht müssen wir uns, nach vier Tagen KTP, erst einmal wieder daran gewöhnen, dass es auch touristisch erschlossenere Parks gibt. Da es um 17.00h immer noch 39°C warm ist, entschließen wir uns (nach dem wir uns einen Stellplatz im Camp gesucht haben), den Dassie Trail in den frühen Morgenstunden zu machen. Wir plaudern ein wenig mit den Nachbarn, halten den Rest des Abends die Baboons im Auge (oh Mann, die sind hier aber auch nervig) und schmeißen gegen 19.00h den Grill an. Glück gehabt, denn erst, als wir mit Grillen fertig sind, fängt es wieder an zu stürmen. Es ist, wie am Meer, du fährst den ganzen Tag durch die Dünen und es ist schön warm und windig... aber das Meer siehst Du nicht (ist z.T. ein Zitat aus Hummeldumm). 22.00h ist unsere Zeit, die Baboons sind bereits verschwunden und so gehen wir auch in die Waagerechte.

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