Clax on Tour
Clax on Tour

Namibia / Südafrika 2012 - unsere 3. Reise ins südliche Afrika

4. Tag - 13. November 2012 - nördlich von Nossob, oder: Tag 1 "Katzenklappe"

…ich träume von ganz vielen Löwen, ganz nah und gaaaanz laut !!!

Hä, träum ich wirklich? Schlagartig sitze ich aufrecht im Dachzelt. Kein Traum. Was geht denn hier ab. Da gefriert einem ja das Blut in den Adern. Mitten in der Nacht schrecken wir hoch. Au weia, hoffentlich ist die Katzenklappe zu J Wir hören mindestens zwei Löwen ganz nah (hört sich an, wie IM Camp) und mehrere in nicht allzu weiter Entfernung. Würde ich zu Hause von Katzenjammer sprechen, kann man das hier so nicht nennen – das sitzt. Die Nachbarn aus den Bodenzelten leuchten zwar die Campsite aus, aber ohne Ergebnis. Wir sind froh, im Dachzelt zu liegen und finden irgendwann auch wieder in den Schlaf zurück, allerdings ist der Dialog zuvor in etwa so: “Was ist, wenn die hier im Camp sind?“ “Quatsch, wie sollen die denn hier rein kommen“ “Durch die Katzenklappe“ “Ja nee, is klar, mach die Augen zu und schlaf“ “Und Übermorgen, da sind wir in Rooiputs, da gibt’s keine Katzenklappe“ “Hmm, prima, dass Du mich da jetzt drauf bringst“

Kurz nach 5.00h geht’s aber auf: Katzenwäsche, Zelt weg und schnell nen Kaffee für die Fahrt und los. Wir fahren gen Norden und kommen aber nur bis zur 1. Wasserstelle (Cubitje Quap). Dort stillen gerade zwei Geparden ihren Durst im ersten Morgenlicht und nur wenig später gesellt sich eine Tüpfelhyäne dazu. Die wird aber von den Geparden wenig später in die Flucht geschlagen (Mann, die sind ja schlecht gelaunt). Wir beobachten die Szene so lange, bis sich die Hyäne verzieht und bei den Geparden Ruhe rein kommt. Nachdem Beide dann im Gras liegen, fahren wir weiter zur nächsten Wasserstelle (Kwang) und freuen uns, eine braune Hyäne zu sehen. Zunächst liegt sie ein wenig abseits, aber wenig später setzt sie sich Richtung Wasserstelle in Bewegung - das lange Fell weht im Wind J Lange aber bleibt sie nicht, sie läuft zügig auf die andere Seite des Nossobtales und verschwindet bald darauf. Wir fahren weiter, aber leider mit mäßigen Sichtungen. Vielleicht liegt es ja auch an den Regenfällen der letzten Tage, da die Pads immer wieder mit Pfützen versehen sind und so die Tiere nicht zwingend in der Nähe der Wasserstellen sein müssen. Wenn wir dann aber einmal unterwegs sind, dann fahren wir auch noch ein Stück... Unterwegs wollen wir an einer der beiden nördlichen Picknicksites (Lijersdraai) Frühstücken (so mit Ei in der Pfanne und allem), aber irgendwie schaffen wir es, daran vorbei zu fahren. Zu blöd auch, dass kurz vorher ein Abzweig nach links geht, ohne den Hinweis, dass genau in diesem Abschnitt diese Picknicksite liegt. O.K. dann fahren wir halt noch bis Union’s End, dann machen wir aber Pause (das wird schon langsam Frühstück und Mittag in einem “Jahaa, auch mit Ei“).

Wir kommen gegen 10.00h dort an und müssen feststellen: es ist bereits BESETZT J, da liegen doch tatsächlich 3 Löwen (2 Mädchen, 1 Bub) im Schatten “Hallohoo, wer hat denn bitteschön die Katzenklappe offen gelassen?“ Einerseits haben wir große Augen, (ja und Hunger, Durst u. Pipi) andererseits freuen wir uns, wie Bolle. Haben wir die Drei doch für uns ganz allein und können sie ausgiebig beobachten und Fotos machen. Wir lösen uns nur schwer, fahren dann aber wieder zurück und legen jetzt, an der vorher verpassten Site, einen Stopp ein und endlich gibt’s das versprochene Frühstück mit Rührei & Co. Konnten wir in Union‘s End das Tö nicht benutzen (nein, keiner wollte es wagen), so können wir hier das Tö auch nicht benutzen – out of order. Dann halt der Busch. Müßig zu erwähnen, dass ausgerechnet in diesem Augenblich der einzige andere Wagen vorbei kommt, den wir hier gesehen haben (…und die Katzenklappe war auch bestimmt zu). Bei der anschließenden Rückfahrt gibt’s wieder Gnus, Oryx & Co. Ungefähr 30 Kilometer vor Nossob teilt sich der Pad, da die zerfurchte Straße (gerade jetzt nach dem Regen) umgangen werden kann und just hier liegen doch wieder 3 faule Löwinnen im Schatten. Wieder haben wir alleine lange Zeit uns die Drei von allen Seiten zu betrachten, bevor wir endgültig ins Camp zurück fahren. Gegen 15.00h sind wir dann im Camp, zischen ein kühles Radler und gehen dann mal in den Pool. Heute zieht wohl kein Gewitter auf, heute bleibt der Himmel klar. Gegen 17.00h machen wir uns noch mal auf den Weg, allerdings eher halbherzig. Bei den immer noch 33°C werden die Mietzekatzen wohl immer noch faul im Schatten liegen. Wir sehen ein paar Oryx die “Synchrontrinken“ veranstalten, aber sonst nichts spannendes. Zu erwähnen wäre aber noch die klein Eule (Perlkauz), die direkt bei unseren Nachbarn im Baum sitzt. Wir werfen zeitig das Feuer an, wollen wir heute doch mal das Potje anschmeißen. Es gibt Oryx mit Butternut, Kartoffeln und Pfirsichen, schön scharf J lekker.

Gegen 20.15h ist das Essen auf dem Tisch, bei immer noch 25°C. Leider müssen wir uns heute Abend auch mit einem Verlust beschäftigen L einer meiner Crocs hatte wohl keine Lust mehr und hat bei irgendeiner Pause der letzten zwei Tage die Flucht ergriffen und das Fahrzeug verlassen L ich bin stinksauer und keiner will’s gesehen haben. Nachdem wir ein paar Bilder der letzten Tage gesichert haben und er Rest erledigt ist, laufen wir noch mal zur Nossob Wasserstelle. Gerade als wir ankommen, verlässt eine braune Hyäne die Wasserstelle. In dem Unterstand sitzend, kann man gut beobachten, was kommt. Ein paar Oryxe kommen vorbei und eine Hand voll Schakale löschen ihren Durst...

konsequenter Weise wird hier im Camp um 22..00h der Strom abgestellt. Der ganze Strom! Soll heißen, wir sitzen im stockdunkeln draußen im Hide, finden aber (dank Kopflampe) den Weg zurück. Das Mietzekatzen-Konzert beginnt heute schon etwas früher, so werden wir, als wir gegen 22.30h im Dachzelt verschwinden, in den Schlaf begleitet. Und wieder die bange Frage “Hoffentlich ist die Katzenklappe zu“

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