Clax on Tour
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Namibia / Südafrika 2012 - unsere 3. Reise ins südliche Afrika

3. Tag - 12. November 2012 - KTP von Mata Mata nach Nossob

Puh, ist das warm die Nacht. Erst gegen 3.00h spürt man, dass es kühler wird. Axel, der von einem Rascheln geweckt wird, findet wenig später eine umherfliegende Tüte an unserer Leiter „kleben“. Also raus und die Störung beheben. Der Wecker klingelt tatsächlich um 5.00h, wir zögern noch 10 Minuten raus und stehen dann auf. Schnell sind Dachzelt verstaut und der Kaffee in der Thermoskanne, so dass wir um kurz nach 5.30h los fahren.

Direkt an der ersten Wasserstelle (Sitsas) finden wir eine Löwin, die ihren Durst im güldenen Morgenlicht stillt, anschließend aber zügig das Weite sucht. Kurz vor Craig Lockhart liegt dann ein Löwe auf nem Hügel. Wow, so nah, wir sind beeindruckt. Eine ganze Weile liegt er da oben, bis er irgendwann lautstark mit einem Artgenossen Kontakt aufnimmt und das geht durch Mark und Bein. Gut gebrüllt Löwe, aber sag mal „im Liegen“ ist das nicht ziemlich faul. Dann setzt er sich langsam in Bewegung, reckt sich erst mal und verschwindet in Richtung Tal - so dass auch wir weiter fahren.

Wir fahren die kommenden Wasserstellen ab und sehen dabei unzählbar viele Gnus, Elands, Springböcke, Oryxe und Schakale (sorry, wenn ich jemanden vergessen habe); ein paar Giraffen und Strauße, die z.T. mit ganz Kleinen unterwegs sind. Die sehen so lustig aus und erinnern an “aufgeplatzte Sofakissen“ Zum Schmunzeln finden wir bei den Game Drives jedes Mal das Verhalten der Mitreisenden (selber ist man aber auch dazu geneigt). Begrüßt wird sich in der Regel nicht, wenn man an die gleiche Stelle kommt; nein, der kurze Wortwechsel lautet i.d.R.: „da – Löwe – rechts“ oder „Gepard – da hinten“ Jeder, der schon mal so einen Game Drive gemacht hat, kennt das. Wir schmunzeln da jedes Mal drüber und so passt die heutige Situation wieder hervorragend in die gleiche Schublade. Wir erreichen (nein, es ist keine Wasserstelle) eine Pfütze, in der mehrere gefiederte Freunde baden und trinken. In der ersten Reihe steht ein Landy quer, so dass eigentlich auch niemand die Chance hat, vorbei zu fahren... eine gefühlte halbe Stunde und mind. 5 Fahrzeuge später fährt er dann doch so bei Seite, dass wir alle vorbei können. Auf gleicher Höhe (er hat das Fenster auf) kommt dann das Begrüßungsritual: „Toni Igel, Toni Igel“ ruft er und freut sich, wie Bolle. Wir verdrehen ein bisschen die Augen, wissen wir doch, dass er nicht so heißt, sondern uns eigentlich auf den Tawny Eagle hinweisen möchte, der soeben seine Morgentoilette vollzogen hat. Ab jetzt rufen wir, egal was kommt: “Toni Igel“ J

Wir fahren weiter und obwohl wir eigentlich, kurz nach Sonnenaufgang den zuvor bereiteten Kaffee genießen wollten, schaffen wir es bis zum Abzweig nach Nossob rauszuzögern. Dort, auf der Picknick Site, gibt’s dann endlich das verdiente Frühstück. Unsere südafrikanischen Nachbarn geben alles. Cadac raus, Speck, Würstchen, Zwiebeln u. Eier rein und ab dafür. O.K. das machen wir beim nächsten Mal auch. Anschließend fahren wir noch ein Stück Richtung Twee Riveren, sehen kurz vor Montrose zwei, nein drei Löwen faul im Schatten liegen. Der Rest der Strecke ist gesäumt von Springböcken (ohne Ende), Gnus, Elands, wieder ein paar Giraffen, Trappen, super vielen Sekretären und einigen anderen 2, bzw. 4-Beinern. Als wir die Wasserstelle “Gemsbokplein“ erreichen, ist es Zeit zu drehen und Richtung Nossob aufzubrechen.

Wir nehmen den Verbinder – 50 Kilometer zwischen dem Auob Tal und dem Nossob Tal. Eine Stunde später, nachdem wir unzählig viele rote Dünen überquert und fast genauso viele Pfützen durchfahren haben, aber nicht allzu viele Tiere gesehen haben, erreichen wir das Nossob Tal. Wir fahren die restlichen 50 Kilometer zum Nossob Camp und halten an jeder Wasserstelle mit mehr oder weniger Erfolg. An den meisten ist überhaupt nichts los, einzig die Wasserstelle “Cheleka“ ist ganz gut besucht. Oryx, Springbock, Strauß und Kudu finden sich nacheinander hier ein. Wir aber fahren weiter und sind ohne weitere wirklich nennenswerte Sichtungen gegen 14.30h im Camp.

Wir checken ein, suchen uns eine Campsite und trinken erst mal einen Kaffee. Bereits gegen 16.00h ziehen wir aber wieder los... wir fahren zunächst gen Norden, nein, wir biegen vorher noch auf den Pad, der Richtung Mabuasehube Area führt ab, finden die Strecke aber “nur für so“ nicht überzeugend und drehen wieder. Wir fahren weiter Richtung Grootkolk und sind wieder mal überrascht, wie sehr das Wetter gegen Nachmittag umschlägt. Schon wieder türmen sich die Gewitterwolken auf und es bläst ordentlich durch das Nossob Tal. Das einzige, was wir so gar nicht zu sehen bekommen, sind Tiere. O.K. vereinzelt ein paar Gnus, ein paar Springböcke und der ein oder andere Schakal, das war’s aber auch. Wir drehen, nachdem wir erfolglos eine Stunde in nördlicher Richtung unterwegs waren und fahren zurück. Im Camp angekommen, decken wir uns mit einem Savanna ein und fahren noch mal an das erste der südlichen Wasserstellen (Marie se draai). Doch auch hier, außer ein paar Schakalen nichts (doch, eine Schildkröte). Wir fahren zurück und aus den bedrohlichen Wolken schüttet es auf einmal – aber nur kurz, so dass es, wieder zurück im Camp, fast trocken ist. Wir schmeißen den Grill an und verteidigen das Essen gegen die aberwitzigen Schakale im Camp (erfolgreich). Anschließen lassen wir den Abend, bei nicht ganz so extremen Temperaturen, ausklingen. Gegen 22.00h liegen wir im Dachzelt und träumen von mehr Tiersichtungen.

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